Achtsamkeit ist mein Schlüssel zum Glück

Michael Breker • 1. Januar 2020

Erfahrungen, die mir auf meinem Weg geholfen haben, Zufriedenheit zu entwickeln.

Michael Breker, Achtsamkeits-Trainer Köln

Dankbarkeit und Demut

Achtsamkeit ist mein Schlüssel zum Glück. Ich bin dankbar für die grossartigen und berührenden Gespräche mit vielen Menschen, für die Lehrer, die mich auf meinem Weg begleitet haben, für die guten und auch die schlechten Erfahrungen, die ich in den letzten Jahren machen durfte und an denen ich gewachsen bin. Ich bin dankbar für die Liebe, die mir aus vielen Richtungen entgegengebracht wurde und die ich geben durfte.

Francis Bacon hat einmal gesagt: 
„Nicht die Glücklichen sind dankbar. Es sind die Dankbaren, die glücklich sind.“


Wo für bist du dankbar? Vielleicht haben Dich meine Zeilen zur Dankbarkeit inspiriert und Du hast Lust bekommen, Dich hinzusetzen und über Deine Dankbarkeit nachzudenken, sie zu erforschen oder vielleicht in einem Brief an Dich selbst zu schreiben. So kannst Du ihn jederzeit hervorholen, wenn Dir die Dankbarkeit verloren gegangen scheint.


Achtsamkeit

Ich habe gelernt den Moment zu genießen, im Hier und Jetzt zu verweilen. Ich habe erlebt, dass das Hier und Jetzt der einzige Moment ist, indem ich spüren kann, dass ich lebe. Das Leben findet jetzt statt! Achtsamkeit für den Moment ist heute ein fester Bestandteil in meinem Alltag geworden. 


Zeit, in der ich Dinge tue, die mir keine Freude bereiten, in der ich in der Vergangenheit gefangen bin oder mich um meine Zukunft sorge, werden dank meiner Achtsamkeits-Praxis immer seltener.


Im Hier und Jetzt zu leben bedeutet für mich, wahrzunehmen, wo ich mich gerade befinde, mit meinen Gedanken und Gefühlen bei der Aufgabe zu sein, mit der ich gerade beschäftigt bin. Meinen Mitmenschen zugewandt zuzuhören, wenn sie sich mit mir unterhalten. Dies macht ein Gespräch für mich zu einer wertvollen Begegnung. Im Hier und Jetzt zu leben bedeutet für mich, achtsam mit mir und meiner Umwelt umzugehen.


Nicht immer gelingt mir dieses achtsame Verhalten. Doch durch ständiges üben der Achtsamkeits-Praxis, dem liebevollen bewusst werden und der Akzeptanz meiner Unvollkommenheit, werde ich immer mehr von diesen hellen und wachen Momenten in meinem Leben beschenkt. Meine innere Haltung Dinge des Lebens als Geschenk betrachten zu können, nenne ich Demut. Dafür bin ich zu tiefst dankbar. Dieter Nuhr hat einmal gesagt: “Demut und Bescheidenheit sind für mich Begriffe, die zu Unrecht vollständig ausgestorben sind.“. Dem stimme ich voll und ganz zu.


Entdecke und verfolge deine Lebensziele

Eine wichtige Erfahrung, die ich gemacht habe um glücklich zu sein ist, dass ich mir meiner Lebensziele und -träume bewusst geworden bin und an deren Erfüllung arbeite.


Ihr könntet mir nun erwidern, der Weg ist das Ziel. Auch das kann ich akzeptieren, denn immer, wenn ich auf dem Weg bin, erlebe ich Zufriedenheit, weil ich mich körperlich und mental bewegt habe. Darüber hinaus habe ich erkannt, dass in mir Bedürfnisse schlummern, denen ich bisher wenig Raum gegeben habe. 

Es sind die Bedürfnisse nach einem möglichst freudvollen, nachhaltigen und gesunden Leben, Selbstbestimmtheit und Kreativität. Durch Erholung, Ruhe und Geborgenheit erfülle ich mir das Bedürfnis nach Schlaf und Entspannung. 

Die Geborgenheit in mir fördert zudem einen friedvollen Umgang in der Gemeinschaft und wertschätzende, respektvolle Rückmeldungen.


Für meinen Weg brauche ich klare Ziele. Dadurch verschaffe ich mir Transparenz, Orientierung und Sicherheit. Viele Menschen unter uns lassen sich getreu dem Motto „Der Weg ist mein Ziel“ treiben und verrichten Arbeiten, die Ziele von anderen erfüllen und ihnen keine wahre Freude sind. Oft genug tun sie dies ohne Motivation, einfach nur weil es von ihnen erwartet wird. 


Nimm Dir in 2020 die Zeit Deine Ziele zu entdecken und zu verwirklichen. Und bemerke, dass es nicht wichtig ist, wie groß deine ersten Schritt sind, sondern das es für Dich wichtig ist, dass du sie überhaupt gehst!


Ich wünsche Dir von Herzen für 2020 viel Zeit für Dich und Deine Lebensziele und Träume!

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Was ist Doom Scrolling? Der Begriff setzt sich aus doom (Untergang, Katastrophe) und scrolling (durch Inhalte wischen) zusammen. Gemeint ist das zwanghafte Konsumieren von schlechten Nachrichten im Internet oder in sozialen Medien. Statt uns zu informieren, geraten wir in eine Art Strudel: Wir suchen unbewusst nach immer neuen Meldungen, die unsere Ängste füttern. Das Gehirn reagiert dabei wie auf eine Bedrohung – wir bleiben in Alarmbereitschaft, angetrieben von der Hoffnung, „die entscheidende Information“ zu finden, die uns Sicherheit gibt. Was passiert im Gehirn? Amygdala: bewertet die negativen Schlagzeilen als Gefahr und aktiviert Stressreaktionen. Dopamin-System: jede neue Nachricht gibt einen kleinen „Kick“ – ähnlich wie bei Glücksspiel oder Zucker. Präfrontaler Kortex: unser rationaler Teil, der eigentlich stoppen könnte, ist durch den Stress geschwächt. So entsteht ein Teufelskreis aus Anspannung, Angst und Suchtverhalten. Die Folgen von Doom Scrolling Steigende Unruhe und Ängste Schlafprobleme, weil wir noch im Bett scrollen Gefühl der Ohnmacht und Überforderung Weniger Fokus auf positive, nährende Erfahrungen Achtsamkeit als Ausweg Die gute Nachricht: Wir können lernen, uns bewusst aus diesem Strudel zu befreien. Achtsamkeit hilft uns, innezuhalten und die automatische Bewegung des Scrollens zu bemerken. Kleine Praxis-Impulse: Atem-Pause: Lege das Handy bewusst weg, schließe die Augen und folge drei Atemzügen. Spüre, wie dein Körper sich beruhigt. Bewusstes Limit: Setze dir feste Zeiten für Nachrichten – z. B. zweimal am Tag 10 Minuten. Positive Nahrung: Frage dich: „Welche Inhalte nähren mich wirklich?“ Suche gezielt nach Texten, Podcasts oder Videos, die dir Kraft geben. Körper spüren: Wenn du merkst, dass du dich in der Endlosschleife verlierst: Stell die Füße auf den Boden, spüre deine Hände, nimm dich im Raum wahr. Zusammenfassung: Doom Scrolling ist ein sehr menschliches Muster – unser Gehirn sucht nach Sicherheit in unsicheren Zeiten. Doch je mehr wir uns von negativen Schlagzeilen fesseln lassen, desto unruhiger und ängstlicher werden wir. Mit Achtsamkeit können wir lernen, aus dem Strudel auszusteigen und unseren Blick wieder für das Wesentliche zu öffnen: das Leben, das genau jetzt stattfindet.
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