Metta-Medition - Anleitung zur Selbstliebe und Mitgefühl für Andere

Metta-Sätze – Die Praxis der liebenden Güte

Metta-Sätze sind kurze, wohlwollende Formulierungen, die in der Metta-Meditation verwendet werden, um Freundlichkeit, Mitgefühl und innere Verbundenheit zu kultivieren. Sie wirken nicht durch ihre Worte allein, sondern durch die innere Ausrichtung, mit der sie gesprochen und im Körper gespürt werden.

Die klassischen Metta-Sätze

Die folgenden Sätze bilden den Kern der Metta-Praxis. Sie können still im Geist wiederholt werden:

  • Möge ich sicher und geborgen sein.
  • Möge ich gesund sein.
  • Möge ich glücklich sein.
  • Möge ich in Frieden leben.


👉 Wichtig ist nicht, etwas Bestimmtes zu fühlen, sondern dem eigenen Erleben freundlich zu begegnen.


Metta für sich selbst

Die Praxis beginnt meist bei sich selbst. Gerade hier zeigt sich oft innere Zurückhaltung oder Selbstkritik. Metta lädt ein, diese Reaktionen wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten, und dennoch eine freundliche Haltung einzunehmen.

Wenn es schwerfällt, darf auch der Satz lauten:
„Möge ich mir selbst mit Freundlichkeit begegnen.“

Metta für andere

In der klassischen Metta-Meditation wird das Wohlwollen schrittweise ausgeweitet:

  • auf einen nahestehenden Menschen
  • auf eine neutrale Person
  • auf eine herausfordernde Person
  • schließlich auf alle Wesen

Diese Ausdehnung geschieht behutsam und nur so weit, wie es sich innerlich stimmig anfühlt.


Metta & Nervensystem

Metta-Sätze wirken beruhigend auf das Nervensystem, da sie Sicherheit, Verbundenheit und innere Wärme ansprechen. Besonders bei Stress, innerer Unruhe oder emotionaler Erschöpfung kann die regelmäßige Praxis helfen, aus dem inneren Alarmzustand auszusteigen.


Metta im Alltag

Metta ist keine reine Meditationspraxis. Ein einzelner innerer Satz – etwa in einer schwierigen Situation – kann helfen, innezuhalten, sich selbst nicht zu verlieren und bewusster zu reagieren.


Verbindung zu MBCL

Metta ist ein zentrales Element des MBCL-Programms (Mindfulness-Based Compassionate Living). Dort wird die Praxis vertieft, verkörpert und in einen größeren mitgefühlsbasierten Übungsweg eingebettet. Mehr zur Vertiefung der Metta-Praxis findest du im MBCL-8 Wochenkurs.“