MBCL – Ein achtsamer Weg zu Selbstmitgefühl, Selbstfürsorge und Mitgefühl für andere.

MBCL – Selbstmitgefühl als gelebte innere Haltung
Mindfulness-Based Compassionate Living (MBCL) richtet sich an Menschen, die achtsam mit sich umgehen möchten – gerade dann, wenn das Leben herausfordernd ist. Im Zentrum steht die Entwicklung von Selbstmitgefühl und Mitgefühl als tragende innere Haltung, die hilft, mit innerer Härte, Erschöpfung und emotionalem Druck freundlicher und stabiler umzugehen. Ein zentraler Bestandteil von MBCL ist die Praxis der Metta-Meditation, der liebenden Güte. Eine Einführung in Metta-Sätze und die Praxis der liebenden Güte findest du hier.


Was Selbstmitgefühl wirklich bedeutet
Selbstmitgefühl bedeutet nicht, Probleme zu verdrängen oder sich „gehen zu lassen“. Es beschreibt die Fähigkeit, sich selbst mit Freundlichkeit, Verständnis und innerer Wärme zu begegnen – besonders in Momenten von Versagen, Überforderung oder Schmerz. Diese Haltung schafft emotionale Sicherheit und ermöglicht es, schwierige Erfahrungen zu halten, ohne sich selbst zusätzlich unter Druck zu setzen.


Umgang mit inneren Stimmen und Selbstkritik
Viele Menschen kennen eine innere Stimme, die antreibt, bewertet oder abwertet. Im MBCL-Kurs lernst du, diese inneren Anteile wahrzunehmen und ihre Schutzfunktion zu verstehen, ohne ihnen ausgeliefert zu sein. So entsteht ein neuer, mitfühlender Umgang mit Selbstkritik, Scham und innerem Druck.


Mitgefühl im Körper verankern
MBCL ist eine verkörperte Praxis. Gefühle werden nicht nur verstanden, sondern im Körper wahrgenommen und reguliert. Durch achtsame Körperwahrnehmung, Atemarbeit und mitgefühlsbasierte Übungen lernst du, emotionale Reaktionen frühzeitig zu spüren und dich innerlich zu stabilisieren, statt dich von ihnen überwältigen zu lassen.


Ressource in herausfordernden Lebensphasen
MBCL unterstützt Menschen, die sich erschöpft fühlen, häufig über ihre Grenzen gehen oder in belastenden Lebenssituationen stehen. Die Praxis stärkt Selbstfürsorge und innere Resilienz, ohne Leistungsdruck zu erzeugen, und hilft dabei, auch in schwierigen Zeiten verbunden und handlungsfähig zu bleiben.


Die Beziehung zu dir selbst heilen
Im MBCL-Kurs steht die Beziehung zu dir selbst im Mittelpunkt. Mitgefühl wird zur inneren Ressource, die Vertrauen schafft, alte Muster von Härte und Selbstabwertung lockert und einen freundlicheren inneren Dialog ermöglicht – als Grundlage für gesunde Beziehungen nach außen.


Fundiert und achtsam begleitet
MBCL ist ein wissenschaftlich fundiertes Programm, das auf den Erkenntnissen der Achtsamkeits- und Mitgefühlsforschung basiert. Es verbindet Meditation, psychoedukative Elemente und erfahrungsorientierte Übungen zu einem ganzheitlichen Weg der inneren Entwicklung.


Für wen ist MBCL besonders geeignet?
Das Training in Selbstmitgefühl (MBCL) richtet sich an Menschen, die sich selbst oft mit großer Strenge begegnen und darunter leiden. Vielleicht kreisen deine Gedanken immer wieder um eigene Fehler oder vermeintliche Schwächen, begleitet von Versagensängsten oder innerem Druck, ohne dass sich dadurch wirklich etwas verändert.


MBCL kann dich unterstützen, wenn du bemerkst, dass du dich in schwierigen Zeiten härter behandelst, als du es je mit einem geliebten Menschen tun würdest, und versuchst, dich mit Selbstkritik oder innerem Antreiben zu motivieren – obwohl dich dieser Weg langfristig erschöpft.


Das Training ist auch dann hilfreich, wenn du deine eigenen Bedürfnisse und Grenzen häufig übergehst, dich durch übermäßiges Arbeiten oder Funktionieren ablenkst und dir selbst Freude, Erholung oder Leichtigkeit nur schwer erlauben kannst.

MBCL lädt dich ein, einen fürsorglicheren, nachhaltigeren und liebevolleren Umgang mit dir selbst zu entwickeln – als innere Haltung, die dich nicht schwächt, sondern trägt, stabilisiert und in herausfordernden Lebensphasen stärkt.


Selbstmitgefühl als Schlüssel zu innerer Gesundheit

Die positiven Wirkungen von Achtsamkeit sind in therapeutischen und präventiven Zusammenhängen seit vielen Jahren gut belegt. Aktuelle Studien zeigen darüber hinaus, dass insbesondere Selbstmitgefühl eine zentrale Rolle für psychische Gesundheit, emotionale Stabilität und innere Resilienz spielt. Es ergänzt die Achtsamkeitspraxis um eine heilsame Qualität von Freundlichkeit und innerer Sicherheit.


Eine der wichtigsten Grundlagen für einen gesunden Lebensstil ist die Haltung, die wir uns selbst gegenüber einnehmen. Viele Menschen wissen, was ihnen guttun würde, und dennoch fällt es schwer, eigene Bedürfnisse ernst zu nehmen, Grenzen zu wahren und entsprechend zu handeln. Häufig fehlt ein wohlwollender, wertschätzender und freundlicher Umgang mit sich selbst.


Im Achtsamkeitstraining werden erste Zugänge zu einer solchen inneren Haltung eröffnet. Im Mitgefühlstraining (MBCL) werden diese vertieft, stabilisiert und im Alltag verankert. Achtsamkeit und (Selbst-)Mitgefühl wirken dabei nicht getrennt voneinander, sondern ergänzen sich auf natürliche Weise und entfalten gemeinsam ihre heilsame Kraft.



„So wie ein Vogel nur mit zwei Flügeln fliegen kann,
so müssen Weisheit und Mitgefühl gleichzeitig entwickelt werden.“

Matthieu Ricard

Mitgefühl ist ein menschliches Potenzial, das in jedem Menschen angelegt ist. Durch biografische Erfahrungen, Stress oder innere Schutzstrategien kann dieser Zugang jedoch eingeschränkt sein. Die Fähigkeit zu Selbstmitgefühl und Mitgefühl lässt sich durch regelmäßige Übung gezielt kultivieren und stärken.


Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Selbstmitgefühl unter anderem verbunden ist mit:

  • einer lindernden Wirkung bei belastenden Erfahrungen
  • größerer emotionaler Stabilität und Verantwortungsfähigkeit
  • weniger Angst vor Fehlern und Zurückweisung
  • mehr Selbstachtung und einem milderen Umgang mit eigenen Schwächen
  • verbesserter Selbstfürsorge und gesünderen Lebensgewohnheiten
  • wirksamerer Emotionsregulation durch einen freundlichen Umgang mit inneren Zuständen
  • mehr Zuversicht, Lebenszufriedenheit und sozialer Verbundenheit


MBCL – Mitgefühl verkörpern und vertiefen

MBCL eignet sich besonders als Vertiefungsformat für Menschen mit Achtsamkeitserfahrung, etwa nach MBSR, MBCT, ACT, DBT oder Breathworks, sowie für alle, die ihre Praxis um die Dimension des Mitgefühls erweitern möchten.

Wie MBSR wird MBCL in einem achtwöchigen Kursformat unterrichtet. Der Kurs fördert die Entwicklung und Verkörperung von Freundlichkeit, Selbstmitgefühl und Mitgefühl, vertieft die Achtsamkeitspraxis und unterstützt damit psychische wie auch körperliche Gesundheit. Im Vergleich zu anderen Formaten bietet MBCL eine größere Vielfalt an Übungen und mehr Raum, die Praxis an individuelle Bedürfnisse und Lebenssituationen anzupassen.


Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf psychoedukativen Inhalten, unter anderem zu Stressbewältigung, Emotionsregulation, Evolutionspsychologie und der Funktionsweise des Gehirns. Diese Hintergründe helfen, innere Prozesse besser zu verstehen und mit größerer Klarheit und Selbstfreundlichkeit zu begleiten.


Die praktischen Übungen im MBCL-Kurs sind achtsamkeitsbasiert und zeigen Wege auf, wie wir uns selbst und anderen in schwierigen Zeiten freundlich, mitfühlend und mit Milde begegnen können. Aus dieser Haltung heraus können Beruhigung, Geborgenheit, innere Sicherheit und Verbundenheit entstehen – Qualitäten, die auch im Alltag und in stressigen Situationen tragfähig bleiben.


Herkunft und Einbettung

MBCL wurde von dem niederländischen Psychiater Dr. med. Erik van den Brink und dem Achtsamkeits- und MBSR-Lehrer Frits Koster entwickelt. Die Grundlagen des Programms beziehen sich unter anderem auf die Arbeit von Christopher Germer, Kristin Neff und Paul Gilbert, Pioniere der westlichen Mitgefühlspraxis, sowie auf Erkenntnisse aus der Achtsamkeits- und Neurowissenschaft.

Die Entwickler beobachteten, dass Achtsamkeit allein für viele Menschen eine wertvolle Grundlage schafft, es jedoch insbesondere bei stark ausgeprägter Selbstkritik, Scham oder innerer Härte zusätzlicher Unterstützung bedarf. MBCL bietet hier einen vertiefenden Weg, einen inneren Unterstützer zu stärken, den inneren Kritiker zu entlasten und die Achtsamkeitspraxis auf eine mitfühlende, stabile Basis zu stellen.


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